Montag, 23. Februar 2015

Historische Entwicklung Fußbodenbau: Quelle und Methode

Boden unter den Füssen......... bedeutet im übertragenen Sinn sichere Lebensgrundlagen haben. Ein Haus kann nur dann auf Dauer bewohnbar sein, wenn es auf einem sicheren Fundament steht und nicht auf Sand gebaut ist.
Die erste Behausung, die der Mensch bewohnt hat, hat der größte Architekt aller Zeiten, nachdem er Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben hat, selbst geschaffen, die Höhle. Will man über diese Zeit mehr erfahren, muss man auf das Wissen von Archäologen, Speleologen, Anthropologen, Paläontologen und Geologen zurückgreifen. Diese Wissenschaftler haben sich in einer Reihe bedeutender  Organisationen zusammengefunden.Sie haben die Gesteinschichten, aus denen Höhlen bestehen, untersucht und herausgefunden, wie sie genutzt und teilweise auch gestaltet wurden. Da die Menschheit an ihren Wurzeln grosses Interesse hat, werden diese Untersuchungen auch aufwendig betrieben und die modernsten Untersuchunsmethoden eingesetzt. Aus kleinsten Resten, die auf dem Höhlenboden gefunden werden, können mittels C-14 Methode mit einem Teilchenbeschleuniger-Massen-spektrometer Rückschlüsse auf Höhlenbewohner und deren Lebensgewohnheiten gezogen werden. Böden nehmen eine Schlüsselrolle in der Entstehung und Entwicklung von Höhlen ein und stellen, da zumeist von Oberflächenerrosion verschont, ein bedeutendes natürliches wissenschaftliches Archiv dar. Gestein, Geschiebe und Erdmaterial sind auch die Materialien aus denen bis heute Wohnraum geschaffen wird.

Vor rund 12.000 Jahren wurde, die Menschheit seßhaft und zu den ersten Siedlungen wird der sogenannte Halbmond gezählt, mit Jericho als erste Siedlungsgründung.

                                                          

Die Menschen begannen erste Behausungen zu bauen und auch hier sind Archäologen, Geologen und Anthropologen die Informationsquellen. Das Fundament und der Boden nehmen  hier eine Schlüsselstellung ein, da ein Haus nur auf einem sicheren Fundament gebaut werden kann. Behauene Gesteine, Holz, Stroh und Lehm waren die Baumaterialien aus denen die Häuser gebaut wurden. Waren es vorerst nur Hütten aus Holzstämmen und mit Stroh bedeckt, so standen sie schon auf einer Schicht aus Lehmestrich, der den Holzstämmen Halt gab und dem Boden Festigkeit.

                                                                Lehmstampfboden                           
                                   



Lehm ist das älteste im Bauwesen verwendete Bindemittel und neben Holz das älteste Baumaterial. Lembautechniken sind seit 9000 Jahren bekannt. Der Lehmbestandteil Ton ist Grundmaterial von Baukeramik und wurde neben Marmorboden für Bodenfliesen als Mosaik Keramik zur Bodengestaltung verwendet.

                                                     Bildergebnis für petersdom innenraum                    



Aus gebranntem Lösslehm wurden die ersten Ziegel hergestellt, die den Geschossbau ermöglichten. Damit wurden ca. 7000 v. Chr. erste Baumeister und Architektenleistungen erbracht. Über das antike Ägypten, den nahen Osten, das antike Griechenland und Rom erlebte die Baukunst eine große Blütezeit und Baumeister und Architekten erbrachten außergewöhnliche Leistungen. Auch die Fußböden, gestaltet mit Marmor, Fliesen und Mosaiken waren Anzeichen der Hochkultur. Besonders im Denkmalschutz tätige Architekten und Baumeister stellen für diesen Zeitabschnitt eine Informationsquelle für die historische Betrachtung der Entwicklungsgeschichte Fußboden dar.

                                                       Bildergebnis für antike mosaik fliesen


1 Kommentar:

  1. Sehr interessant die historische Entwicklung vom Fußbodenbau. Ich beschäftige mir zur Zeit sehr viel mit dem Thema Fußboden, da wir gerade einen Neuen für unsere Wohnung suchen. Wir werden uns zum ersten Mal einen Parkettboden von rudda.at verlegen lassen. Ich bin schon richtig gespannt darauf. Hat nämlich bis jetzt immer nur Laminatböden.

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